The Social Pulse: Ikea-Kundin amüsiert mit Riesenquittung

Worüber im Netz diskutiert wird und warum

Auf X geht gerade ein Foto von einer Situation viral, die wir alle nur zu gut kennen: Eine Frau wollte bei Ikea "nur mal eben schnell" eine Sache besorgen – und ist dann dem Kaufrausch verfallen.

Wer bei Ikea einkauft, verlässt den Laden oft mit deutlich mehr Artikeln, als er*sie eigentlich wollte. (Symbolbild: Jakub Porzycki/NurPhoto via Getty Images)
Wer bei Ikea einkauft, verlässt den Laden oft mit deutlich mehr Artikeln, als er*sie eigentlich wollte. (Symbolbild: Jakub Porzycki/NurPhoto via Getty Images)

Die X-Gemeinde amüsiert sich dieser Tage königlich über den Beitrag einer Nutzerin mit dem Namen Sameera. Die junge Frau hatte in der indischen Stadt Hyderabad eine Ikea-Filiale besucht, mit dem festen Vorsatz nur eine einzige Lampe zu kaufen. Alle, die schon mal durch die verwinkelten Flure des schwedischen Einrichtungshauses gewandert sind, können sich bestens vorstellen, wie das gelaufen ist: Aus dem kurzen Einkauf wurde eine lange Rechnung.

Typischer Einkauf bei Ikea: bodenlange Rechnung und das Wichtigste vergessen

Der virale Post zeigt ein Foto von Sameera, wie sie selbstironisch lächelnd die Quittung für ihre Shopping-Tour hochhält – und die ist beinahe länger als sie selbst. Die endgültige Pointe ist dann in der Caption zu lesen: "Bin zu Ikea gegangen, um EINE Lampe zu kaufen. Habe vergessen, die Lampe zu kaufen".

Die X-User*innen strömten zuhauf in die Kommentarspalte, um ihre Freude darüber auszudrücken, dass sie nicht die einzigen sind, denen es bei Ikea so geht. "So wahr. Ich habe Angst, wieder hinzugehen", solidarisiert sich ein Kommentator. "Was hast du denn gekauft? Kannst du einen Blog darüber schreiben? Ich bin arbeitslos und lasse mich gern informativ unterhalten", scherzt ein anderer User.

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Weitere gaben zu, dass es ihnen nicht nur bei Ikea so gehe: "Das bin ich am Ende jedes Lebensmitteleinkaufs, wenn ich eigentlich nur eine Packung Chips kaufen wollte." Dass man typischerweise genau diese Packung Chips dann aber vergisst, damit können wir uns wahrscheinlich alle identifizieren.

Mehr kaufen, als man will – kein Zufall sondern Ikeas Strategie

Tatsächlich ist Sameeras "Missgeschick" gar nicht so zufällig, wie man meinen könnte, sondern cleveres Kalkül des schwedischen Unternehmens. Mit zahlreichen Tricks bringt Ikea Kund*innen dazu, mehr zu kaufen, als sie ursprünglich geplant haben.

So sorgen laut Business Punk zum Beispiel falsch gehende Uhren in den Ausstellungszimmern, und der Verzicht auf Fenster in der Filiale dafür, dass Kund*innen das Zeitgefühl verlieren. Bereitgestellte Stifte und Zettel verleiten zum Aufschreiben der geplanten Käufe, zementieren so die Kaufbereitschaft auf dem Weg durch die lange Einkaufsstraße.

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Dadurch, dass gleich zu Beginn nützliche Kleinigkeiten angeboten werden, die schnell mal im Wagen landen, ändert sich die Einstellung der Kund*innen zu ihrem eigenen Kaufverhalten – weg von einem konkreten Ziel zu "mal schauen, was es so gibt".

Weil der letzte Einkauf im Gedächtnis bleibt, sorgt am Ende der besonders günstige Hot-Dog dafür, dass Kund*innen den Laden mit der Erinnerung an ein Schnäppchen verlassen - statt an die Bodenlange Rechnung.

Dass diese Strategie bestens funktioniert, lässt sich an den zahlreichen Kommentaren ablesen. Der Beitrag wurde schon knapp 239.000 mal geklickt. Über 2.000 Menschen haben ihn gelikt.

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