Die skurrilsten Studien rund um das Thema Sex

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Was haben Emojis, eine verstopfte Nase oder ein saftiges Steak mit Sex zu tun? Eine ganze Menge! Erkenntnisse wie diese und noch viel mehr haben internationale Forscher in diversen Studien zutage gefördert, die nicht nur lehrreich, sondern auch durchaus unterhaltsam sind.

Sex wird erforscht, was das Zeug hält. Manche dieser Studien muten allerdings eher unterhaltsam als informativ an (Bild: Getty Images)

1. Wer viele Emojis verschickt, hat mehr Sex

Forscher des Kinsey Institus für Sex, Gender und Fortpflanzungsforschung haben herausgefunden, dass es sich durchaus lohnen kann, Smilieys, Herzen und andere Emojis in seine Textnachrichten einzubauen. In einer mit 5000 Singles durchgeführten Studie hatten die Teilnehmer, die in ihren Nachrichten an potenzielle Partner auch mal Bilder sprechen ließen, häufiger Sex. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass die Emojis schneller eine Form von Intimität zwischen den Paaren entstehen ließen, die sich deswegen häufiger mehrmals trafen und dann auch öfter Sex miteinander hatten.

2. Kiffer haben mehr Sex

Du denkst, Kiffer hängen nur herum, kichern und essen haufenweise Schokoriegel? Falsch gedacht! Laut Forschern der University of Stanford sind Cannabis-Konsumenten vor allem im Bett durchaus aktiv. Regelmäßige Kiffer haben nach Studienkenntnissen 20 Prozent mehr Sex als Menschen, die ohne THC durchs Leben gehen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Cannabis Gehirnregionen stimuliert, die mit Aktivität und sexueller Erregung assoziiert werden.

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3. Im Bett geht es Deutschen besonders gut

Irgendwie hängt den Deutschen ja immer noch das Klischee an, was den Spaß im Bett betrifft vor allem im Vergleich mit Südländern und Franzosen ziemlich abgehängt zu sein. Nach einer europaweiten Studie, die auf dem Portal “Dalia Research“ veröffentlicht wurde, stimmt dieses Vorurteil aber nur sehr bedingt. Tatsächlich gaben mit 41 Prozent am meisten Spanier an, mit ihrem Sexleben “sehr zufrieden“ zu sein. Direkt danach folgten aber die Deutschen mit stolzen 38 Prozent.

4. Fremdgehen führt öfter zum Tod als Sex in einer Beziehung

Wer Ü50 ist, männlich, übergewichtig und Probleme mit dem Herzen hat, sollte sich genau überlegen, mit wem er in die Kiste steigt. Unter den Toten der betreffenden Gruppe, die während oder kurz nach dem Sexualakt das Zeitliche gesegnet haben, hatten 40 Prozent Sex mit ihrer Affäre oder einer Prostituierten. Rund ein Drittel aller Sextoten stirbt übrigens während der Selbstbefriedigung.

5. Mit Alkohol finden auch Hetero-Männer andere Männer attraktiver

Einer US-Studie zufolge haben alkoholisierte Männer nicht nur mehr Lust auf Sex – mit steigendem Pegel ist es ihnen zunehmend egal, mit welchem Geschlecht sie diesen praktizieren. Solange sie ihr gegenüber attraktiv fanden, hatten nach rund zehn Drinks auch Männer Lust auf Sex mit anderen Männern, die sich eigentlich als hetero bezeichnen. Umgekehrt gilt dasselbe bei Frauen nicht

Wenn Alkohol im Spiel ist, finden auch Hetero-Männer andere Männer oft attraktiv (Bild: Getty Images)

6. Bei jungen Amerikanern geht die Lust flöten

Laut General Social Survey hatten 2018 ganze 23 Prozent der erwachsenen Amerikaner kein einziges Mal Geschlechtsverkehr. Während heute also fast jeder vierte Amerikaner sexlos lebt, war es vor 20 Jahren nur jeder fünfte. Zunehmend abstinent sind vor allem junge Männern zwischen 18 und 29 Jahren. Die Forscher führen das darauf zurück, dass verglichen mit früher immer mehr Menschen in ihren 20ern noch keinen Lebenspartner haben und vor allem Männer länger bei ihren Eltern leben. Videostreaming, Social Media und Konsolenspiele sollen ebenfalls dazu beitragen, dass die jungen Männer eher zuhause bleiben, als auf die Partnerpirsch zu gehen.

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7. Männer in westlichen Ländern haben immer weniger Spermien

Ein Forscherteam der Hebrew University in Jerusalem hat herausgefunden, dass die Spermienanzahl von Bewohnern der westlichen Welt zwischen 1973 und 2011 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist. Die genaue Ursache für den Spermienschwund wurde nicht untersucht, im Verdacht stehen aber mehrere Möglichkeiten von zu warmen Windeln bei Babys bis zum in der Hosentasche herumgetragenen Handy. Auch, wenn die Wissenschaftler die Zahlen als “alarmierend“ einstuften, lag die durchschnittliche Spermienzahl der Probanden noch weit über den Werten, die laut WHO als Untergrenze für die Zeugungsfähigkeit gilt.

8. Männern kann man die Untreue ansehen

Je breiter und runder das Gesicht eines Mannes ist, desto größer sein Sexualtrieb und desto wahrscheinlicher die Möglichkeit, dass er sein Verlangen auch außerhalb der eigenen Beziehung stillt. Zu diesem für alle Partner von Männern mit diesen optischen Merkmalen ernüchternden Schluss kamen Forscher der kanadischen Nipissing University.

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9. Männer, die Lust auf Sex haben, haben auch Lust auf Fleisch

In einem in Australien durchgeführten Experiment zeigten die beiden Forscherinnen Eugene Y. Chana und Natalina Zlatevskab 1600 heterosexuellen Probandinnen und Probanden verschiedene Bilder: Die einen zeigten jeweils entweder attraktive und leicht bekleidete Vertreter des anderen Geschlechts, die anderen Landschaften. Danach sollten die Teilnehmer sich für ein vegetarisches Gericht oder eines mit Fleisch entscheiden. Auffallend war, dass Männer, denen zuvor Bilder von attraktiven Frauen gezeigt worden waren, sich öfter für die Fleischvariante entschieden als solche, die die Landschaften betrachtet hatten. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass Männer mehr Lust auf Fleisch haben, wenn sie an Sex denken.

Haben Männer, die Lust auf Sex haben, auch Lust auf Fleisch? Wissenschaftler behaupten das jedenfalls (Bild: Getty Images)

10. Mit freier Nase zum Orgasmus

Der Gender-Gap spielt nicht nur bei der Bezahlung, sondern auch beim Orgasmus eine Rolle. Laut einer nicht repräsentativen Studie der TU Dresden entscheidet bei Frauen gerade auch die Nase die Frage, ob sie zum Höhepunkt kommt oder nicht. Der Geruch des Mannes wirkt sich direkt auf den Erregungszustand aus, weshalb eine verstopfte Nase einem Orgasmus eher abträglich ist.

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