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Better Life: Wie gesund sind gefriergetrocknete Früchte?

Gefriergetrocknete Früchte gibt es längst nicht mehr nur in Müslimischungen, sondern auch solo in Drogerien, Supermärkten und vor allem vielen Onlineshops. Doch wie gesund ist derart konserviertes Obst und auch Gemüse und was sind die Vor- und Nachteile?

Gefriergetrocknete Erdbeeren
Gefriergetrocknete Erdbeeren sind aromatisch und stecken voller Vitamine – aber auch viel Fruchtzucker.

Gefriergetrocknetes Obst hat gleich mehrere Vorteile: Es ist super leicht und kann darum auch ganz einfach transportiert werden – sei es auf dem Weg zum Spielplatz oder auch bei ausführlicheren Wanderungen. Durch die spezielle Art der Konservierung ist es lange haltbar und daher auch dann zum Snacken, Kochen oder Backen verfügbar, wenn die jeweilige Obst- oder Gemüsesorte schon längst keine Saison mehr hat.

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Kinder, darunter auch solche, die sonst keine ausgewiesenen Obst- oder Gemüsefans sind, lieben die knackigen Erd-, Him- und Blaubeeren oder auch gefriergetrockneten Mais oder Erbsen. Schließlich kommen die eher als knusperige Knabberei daher und weniger als von den Eltern angepriesene und darum generalverdächtige gesunde Zwischenmahlzeiten. Und auch Liebhaber*innen von frischen Früchten kommen auf ihre Kosten, weil bei der gefriergetrockneten Variante alle Inhaltsstoffe samt Vitaminen und des natürlichen Aromas genauso erhalten bleiben wie die appetitliche Farbe.

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Schokolade mit gefriergetrockneten Früchten
Gefriergetrocknete Früchte können Schokolade veredeln – enthalten aber auch pur viel Zucker.

Insofern handelt es sich bei gefriergetrockneter Kost tatsächlich um die konzentrierte Form von frischen Vitamin- und Geschmacksbomben, die keinerlei Zusatzstoffe bedürfen. Und ja, auch von den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen drei Gemüse- und zwei Obstportionen pro Tag lassen sich ein bis zwei gut in gefriergetrockneter Form verzehren. Allerdings sollte man dann darauf achten, eine extra Ration Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Wie genau funktioniert Gefriertrocknen?

Beim Gefriertrocknen werden die Lebensmittel gleich nach der Ernte tiefgefroren und in einen Vakuumbehälter gefüllt. Darin herrschen Temperaturen von unter Null Grad Celsius, was zusammen mit dem Vakuum bewirkt, dass das Wasser im Gemüse oder Obst in Form von Wasserdampf entweicht, wobei der Umgebung Wärmeenergie entzogen wird. Bei der sogenannten Sublimation ist es also wichtig, genau so viel Wärme hinzuzufügen, dass die Temperatur im Inneren gleichbleibt.

Das sind die Nachteile

Die Gefriertrockung dauert mehrere Stunden, die Geräte sind teuer und verbrauchen viel Energie. Daraus ergibt sich nicht nur ein relativ hoher Preis für die Ware, sondern im Hinblick auf Nachhaltigkeit auch keine besonders gute Energiebilanz. Dazu kommt: Während bei frischem Obst und Gemüse das Herkunftsland genannt werden muss, gilt diese Regel nicht für verarbeitetes Obst und Gemüse. Was das bedeutet, zeigt ein kürzlich durchgeführter Marktcheck der Verbraucherzentrale Bayern: Von 18 untersuchten Verpackungen mit gefriergetrockneten Erdbeeren, von denen die Hälfte als Bio gekennzeichnet war, wurden nur auf vier die Herkunftsländer angegeben. In diesen Fällen handelte es sich um Polen und die Türkei. Aus Deutschland, wo Erdbeeren ja ebenfalls angebaut werden und die Transportwege weit kürzer wären, kam keines der Produkte.

Darum ist Vorsicht geboten

Erdbeeren bestehen zu 80 bis 90 Prozent aus Wasser. In 100 Gramm frischen Erdbeeren stecken rund 5 Gramm Fruchtzucker. Entzieht man den Erdbeeren wie beim Gefriertrocknen aber das Wasser, steigt natürlich der Zuckergehalt im Bezug auf das jeweilige Gewicht. In 100 Gramm gefriergetrockneten Erdbeeren ist er zehn Mal so hoch wie bei frischen Früchten und liegt damit bei 50 Gramm Zucker. Übertreiben sollte man es also nicht mit den knackigen Früchten, die sich so leicht und lecker nebenher wegknuspern lassen.

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Noch trügerischer, weil für die Verbraucher*innen undurchsichtiger, können aufgedruckte Angaben wie "ohne Zuckerzusatz" sein. Solche Produkte werden von Kund*innen nachweislich als gesünder eingeschätzt, wobei gerade bei Trockenfrüchten ja auch der natürliche Zuckergehalt ins Gewicht fällt. Aufdrucke wie "enthält von Natur aus Zucker" könnten das Bewusstsein dafür zumindest schärfen, sind aber auf den wenigsten Verpackungen zu finden.

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