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Neues Video: Das fordert Ex-GNTM-Finalistin Lijana Kaggwa von Heidi Klum

Die ehemalige Finalistin von "Germany's Next Topmodel" Lijana Kaggwa engagiert sich gegen Cybermobbing. In einem Video auf ihrem YouTube-Kanal hat sie nun konkrete Vorschläge genannt, was ihrer Meinung nach an der Sendung geändert werden sollte.

Lijana Kaggwa machte vor drei Jahren bei Heidi Klums Casting-Show mit: Hier beim Fotocall zur Vorstellung der GNTM-Finalistinnen (Bild: ddp/Steffens)
Lijana Kaggwa machte vor drei Jahren bei Heidi Klums Casting-Show mit: Hier beim Fotocall zur Vorstellung der GNTM-Finalistinnen (Bild: ddp/Steffens)

Lijana Kaggwa schied 2020 im Finale von "Germany's Next Topmodel" freiwillig aus - aufgrund von Cybermobbing. Während der Ausstrahlung litt sie unter dem Hass der Zuschauer. Seitdem fordert sie einen sensibleren Umgang mit Inhalten, die zu Cybermobbing und Cyberhass führen könnten.

Auf ihrem YouTube-Kanal hat sie nun ein Video veröffentlicht, in dem sie unter anderem sieben Punkte auflistet, die sich ihrer Meinung nach in Zukunft an "Germany's Next Topmodel" ändern sollten.

Sie bezieht sich mit ihren Aussagen auch auf das zehnminütige Statement von Heidi Klum, das in der ersten Folge der neuen GNTM-Staffel ausgestrahlt wurde, in der Mediathek aber nicht mehr auffindbar ist.

In ihrem 27-minütigen neuen Video, das am Donnerstag online ging, stellt sie verschiedene Forderungen an Heidi Klum und die Show.

Hier geht's zum Video:

Was Lijana Kaggwa von Heidi Klum fordert

Sie schlägt in dem Video etwa vor, dass Szenen, die zu Cybermobbing führen könnten, gar nicht erst ausgestrahlt werden. Besonders heikle Szenenkönnten so gar nicht erst auf Instagram, TikTok und Co. verbreitet werden. Oder Heidi Klum sollte diese Szenen zumindest deutlicher einordnen: Kaggwa glaubt, dass Heidi Klum eine Vorbildfunktion hat und dass ihre klare Stellungnahme viele junge Menschen davon abhalten würde, Hass im Netz zu verbreiten: "Ihr dürft nicht vergessen, was für eine riesengroße Vorbildfunktion Heidi hat", sagt sie dazu im Video.

Lijana Kaggwa fordert außerdem, dass die GNTM-Macher Unterstützung von Cyber-Mobbing-Experten einholen sollten, die nicht nur beraten könnten, welche Szenen ausgestrahlt werden sollten, sondern auch die Kandidatinnen vorab schulen sollten.

Viele der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien ihrer Meinung nach nämlich gar nicht vorbereitet auf das, was sie in der Show erwartet. Zudem sollte der ausstrahlende Sender ProSieben selbst aktiv werden und frühzeitig Hasskommentare der Staatsanwaltschaft melden.

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Neben ihren Forderungen nach mehr Engagement im Kampf gegen Cybermobbing äußert Kaggwa auch Kritik am Diversity-Ansatz von GNTM. Für sie bedeute Diversity das Anerkennen von Unterschieden, ohne diese zu bewerten, während die Sendung ihrer Ansicht nach grundsätzlich Unterschiede herausstelle, indem die Leistungen der Kandidatinnen beurteilt werden.

Im Mai 2020 hatte Kaggwa bereits zwei YouTube-Videos veröffentlicht, in denen sie beschrieb, wie es hinter den Kulissen von "Germany's Next Topmodel" zugeht. Der Sender und die Produktionsfirma hatten sie daraufhin auf Unterlassung verklagt. Kaggwa konnte nach eigenen Angaben in zwei Instanzen einen Teilsieg vor Gericht erringen. In ihrem Video gibt es dazu eine Einordnung des Rechtsanwalts Chan-jo Jun. Der Würzburger Anwalt ist eine bekannte Stimme im Kampf gegen Hasskriminalität im Internet und hat mit seiner auf IT spezialisierten Anwaltskanzlei schon gegen Facebook gewonnen.

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ProSieben wurde von dem Magazin "Stern" zu den Forderungen von Kaggwa befragt und zitiert eine Sprecherin von GNTM mit den Worten: "Lijana Kaggwa scheint einige Dinge leider vergessen zu haben. Nicht zuletzt mit und für sie hat ProSieben während der Staffel eine Anti-Cybermobbing-Kampagne gestartet. Darüber hinaus steht den #GNTM-Kandidatinnen ein Social Media-Team zur Seite, das die Frauen bei Bedarf berät und Hilfestellung leistet. Auch das ist nicht neu."

Heidi Klum selbst hat auf das neue Video bislang nicht reagiert - es bleibt abzuwarten, ob sie das noch tun wird.

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