Lifehack: Darum solltest du Backpulver auf deine Zimmerpflanzen streuen

Bekämpfung lästiger Schädlinge mit Hausmitteln

Zimmerpflanzen steigern das Wohlbefinden und verschönern die Wohnung. Gegen den Befall mit Schädlingen helfen einige Hausmittel. (Foto: Getty Images)
Zimmerpflanzen steigern das Wohlbefinden und verschönern die Wohnung. Gegen den Befall mit Schädlingen helfen einige Hausmittel. (Foto: Getty Images)

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2020 haben rund drei Viertel aller Deutschen Pflanzen in ihrer Wohnung. Die Gründe dafür sind zahlreich: So machen die grünen Mitbewohner uns glücklich, können Stress reduzieren und sehen zudem stylisch aus.

Es gibt diverse Wege und Mittel, um Pflanzen bei Laune zu halten: Manche schwören auf Gespräche mit ihnen und gutes Zureden, wiederum andere wurden mit einem grünen Daumen gesegnet – diese beneidenswerten Pflanzenflüster*innen unter uns.

Aber selbst diese müssen oft klein bei geben, wenn Insekten wie die Trauermücken den Zimmerpflanzen den Kampf ansagen. Um diese loszuwerden, gibt es ein gutes Hausmittel: Backpulver. Warum das hilft und wie du es anwenden solltest, verraten wir hier.

Dass Pflanzen dekorativ sind und die Ästhetik eines Raumes verbessern können, ist offensichtlich. Aber für einige Menschen können sie laut einer von YouGov Deutschland im Auftrag des Internetportals pflanzenfreude.de durchgeführten Befragung sogar soziale Funktionen übernehmen.

So stehen Zimmerpflanzen ähnlich hoch im Kurs als Gesprächspartner wie Haustiere oder elektrische Geräte wie Smartphones oder Computer. 51 Prozent der 2.067 Befragten sprechen mit ihren Pflanzen – einige sehen in den grünen Mitbewohnern sogar einen Ersatz für Kolleg*innen.

Gerade während der Pandemie wurde die eigene Wohnung an vielen Stellen zum Office – nur eben ohne Kolleg*innen aus Fleisch und Blut. So gab die Hälfte der Befragten an, sich durch Pflanzen weniger einsam zu fühlen und 28 Prozent stimmten sogar der Aussage zu, dass Arbeitszimmerpflanzen die Kolleg*innen "ein Stück weit ersetzen" würden.

Was man sagen kann: Einen besseren Zuhörer als eine Zimmerpflanze kann man sicherlich nicht finden! Bedenkt man diese Faktoren, ist es also nicht verwunderlich, dass das Ableben einer Pflanze weitaus tiefer schmerzen kann, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Infografik: Doppelt so viele Frauen wie Männer sprechen mit ihren Pflanzen I Max Bahr (2019)
Infografik: Doppelt so viele Frauen wie Männer sprechen mit ihren Pflanzen. (Bild:Max Bahr (2019))

Die richtige Pflege der Pflanze liegt in den eigenen Händen. Wie sieht es aber mit Insekten aus, die es auf die Mitbewohner abgesehen haben? Dazu zählen auch die sogenannten Trauermücken, auch Trauerfliegen genannt.

Ob die Mücken aus der Familie der Zweiflügler (Diptera) die Doomer unter den Insekten sind und stets betrübt und pessimistisch durchs Leben fliegen ist nicht bekannt. Vielmehr verdanken sie ihren Namen ihrer dunklen Körperfärbung, sowie den trüben Flügeln.

Die Fliegen können extreme Lebensräume wie Inseln in der Antarktis, aber auch Tundra-Gebiete besiedeln – sind aber auch in heimischen Blumentöpfen anzutreffen. In der freien Natur und im Garten sind die Mücken sehr nützlich, da sie mit dem Fressen von Laubabfällen und anderem organischem Material zum ökologischen Gleichgewicht beitragen. In der Wohnung greifen die Trauerfliegen allerdings unter anderem die Wurzeln der Zimmerpflanzen an und schaden so deren Gesundheit. Die Weibchen dieser Gattung können bis zu 200 durchsichtige Eier in die feuchte Erde legen, aus denen nach etwa sieben Tagen die Larven schlüpfen. Diese sind sehr gefräßig und können Keimlinge und Jungpflanzen befallen, was zu deren Absterben führt.

Bei einem leichten Befall mit den Trauermücken kann bereits eine Gießpause helfen. Wenn das nichts hilft oder sich die Insekten schon weiter ausgebreitet haben, gibt es Hausmittel, die Wunder wirken können.

Die Trauerfliegen sind oft auf Zimmerpflanzen anzutreffen und bevorzugen feuchte Erde. (Foto: Getty Images)
Die Trauerfliegen sind oft auf Zimmerpflanzen anzutreffen und bevorzugen feuchte Erde. (Foto: Getty Images)

Ein nützliches Hausmittel gegen die schwarzen Mücken ist handelsübliches Backpulver. Die Anwendung ist sehr simpel: Für den Lifehack müssen etwa ein bis zwei Esslöffel Backpulver über ein Sieb auf der Pflanzenerde verteilt werden.

Im Anschluss sollte die Zimmerpflanze mit etwas Wasser gegossen werden, um das Backpulver anzufeuchten. Das Gießen wirkt wie ein Lockvogel und führt dazu, dass die Trauermücken aus der Erde kommen, um das Backpulver aufzunehmen. Zudem sickert das Pulver in die Erde, wodurch die Larven absterben. Wie auch bei Erdbeeren ist Backpulver ein gutes Mittel, um Schädlinge zu eliminieren!

Es gibt allerdings noch weitere Hausmittel gegen die lästigen Schädlinge: So kann getrockneter Kaffeesatz dazu beitragen, die Trauermücken an der Ablage von Eiern in der Erde zu hindern – zusätzlich wirkt der Kaffeesatz noch als Dünger.

Auch Sand kann das Trauermückenweibchen davon abhalten, ihre Eier zu verteilen. Denn eigentlich würde dieses die Eier auf der Oberfläche ablegen, wird aber vom Sand daran gehindert. Auch dem feuchten Untergrund, den die Trauerfliegen ja bevorzugen, wird mit dem trockenen Sand entgegen gewirkt.

Wie gegen Vampire soll Knoblauch auch bei der Bekämpfung dieser Insekten helfen können. Denn Knoblauch enthält die schwefelhaltige Verbindung Allicin, die mitunter für den typischen Geruch der Pflanze verantwortlich ist.

Allicin kann ebenfalls die Larven abtöten – dafür einfach die Spitze einer Zehe abschneiden und diese in die Erde stecken. Alternativ kann der Knoblauch auch in kleine Würfel geschnitten und auf der Erde verteilt werden.

Der Vorteil: Befürchtet man des Nachtens von Vampiren überfallen zu werden, kann man mit diesem Hausmittel zwei Trauerfliegen mit einer Klappe schlagen!