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30 europäische Nationalgerichte, die Sie unbedingt probieren sollten

Kulinarische Europareise

<p>ScotStock/Alamy Stock Photo</p>

ScotStock/Alamy Stock Photo

Die europäische Küche ist so vielfältig wie die Länder des Kontinents. Jede Nation hat ihre kulinarischen Eigenheiten, die von Kultur, Geschichte und Geografie geprägt werden. Ob herzhafte Winterwärmer aus Skandinavien oder mediterrane Leckerbissen aus sonnenverwöhnten Produkten – wir haben 30 Nationalgerichte Europas zusammengestellt, die das jeweilige Land auf kulinarische Art und Weise repräsentieren.

Begleiten Sie uns hier auf einer Bilderreise durch Europa, bei der Ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen wird. Wie viele dieser Leibspeisen haben Sie schon probiert?

Adaptiert von Barbara Geier

Tavë Kosi, Albanien

<p>Zoonar GmbH/Alamy Stock Photo</p>

Zoonar GmbH/Alamy Stock Photo

Tavë Kosi, ein Auflauf aus Lammfleisch und Reis, ist nicht nur das Nationalgericht Albaniens. Es steht auch symbolisch für die Gastfreundschaft des Landes, da es oft für besondere Gäste zubereitet wird. Wörtlich übersetzt bedeutet Tavë Kosi „Joghurtauflauf“. Dazu werden Lammfleisch, Joghurt, Knoblauch, Reis und Eier im Ofen gebacken, bis die Oberfläche knusprig und leicht gebräunt ist.

Moules-Frites, Belgien

<p>Natalia Lisovskaya/Shutterstock</p>

Natalia Lisovskaya/Shutterstock

Die Ursprünge des belgischen Nationalgerichts Moules-Frites – Miesmuscheln mit Pommes frites – liegen an der flämischen Küste. Serviert wird die Speise in vielen Variationen, darunter Moules Marinière mit Weißwein, Schalotten, Petersilie und Butter, Moules Nature mit Sellerie, Lauch und Butter und Moules à la Bière mit Bier statt Weißwein. Laut Statistik lieben die Belgierinnen und Belgier ihre Miesmuscheln wirklich sehr, denn im Durchschnitt werden pro Person jedes Jahr etwa 2,2 Kilo davon verzehrt.

Ćevapčići, Bosnien und Herzegowina

<p>Peter Forsberg/Food/Alamy Stock Photo</p>

Peter Forsberg/Food/Alamy Stock Photo

Für die kleinen, wurstförmigen Ćevapčići-Röllchen wird Rinder- und Lammhackfleisch mit Gewürzen von Hand gemischt, geformt und dann in der Pfanne oder auf dem Grill zubereitet. In Bosnien und Herzegowina werden Ćevapčići, die auch in anderen Balkanländern als Nationalgericht gelten, typischerweise auf einem Fladenbrot serviert. Dazu gibt es Beilagen wie gehackte Zwiebeln, den sahnigen Kaymak-Aufstrich aus erhitzter Milch, und Ajvar, eine würzige Soße aus gerösteten roten Paprikaschoten.

Schopska-Salat, Bulgarien

<p>Simon Reddy/Alamy Stock Photo</p>

Simon Reddy/Alamy Stock Photo

Wenn Bulgarien ein offizielles Nationalgericht hätte, wäre es zweifellos der Schopska-Salat. Die erfrischende Mahlzeit ist perfekt für heiße Sommertage und besteht aus einer einfachen Mischung aus gehackten Tomaten, Gurken, Zwiebeln und gerösteten oder rohen Paprikaschoten. Die Zutaten werden mit Salz gewürzt und mit Sonnenblumenöl beträufelt. Garniert wird mit geriebenem Sirene, ein bulgarischer Schafskäse. Das Gericht entstand in den 1950er-Jahren und wurde nach den Bewohnern der bulgarischen Shopluk-Region benannt.

Fasolada, Zypern

<p>ALFA KAPPA/Alamy Stock Photo</p>

ALFA KAPPA/Alamy Stock Photo

Für viele gilt Fasolada als das Nationalgericht Zyperns. Die gesunde Suppe wird aus weißen Bohnen und Gemüse zubereitet und anschließend mit viel Olivenöl serviert. Für die Suppenbasis werden verschiedene Gemüsesorten wie Zwiebeln, Karotten und Sellerie sautiert. Verfeinert wird die Brühe mit Tomatenmark und einer Prise Paprika. Die Ursprünge des Gerichts lassen sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen: Eine ähnliche Suppe soll zum Pyanopsia-Fest gekocht und dem griechischen Gott Apollo gewidmet worden sein.

Vepřo Knedlo Zelo, Tschechien

<p>Sergii Koval/Alamy Stock Photo</p>

Sergii Koval/Alamy Stock Photo

„Schweinebraten, Knödel, Sauerkraut“ – daraus besteht das tschechische Nationalgericht Vepřo Knedlo Zelo, wörtlich. Dafür wird Schweinenackenfleisch mit Gewürzen, gepresstem Knoblauch und Kümmel gebraten und Sauerkraut sautiert, bis es schön weich ist. Serviert wird das Ganze mit Semmelknödeln und einer herzhaften Soße aus dem Bratensaft.

Stegt Flæsk, Dänemark

<p>Sergii Koval/Alamy Stock Photo</p>

Sergii Koval/Alamy Stock Photo

Für Stegt Fflæsk werden gebratene Schweinebauchscheiben mit Kartoffeln und einer einfachen Petersiliensoße serviert. Das Traditionsgericht stammt aus dem ländlichen Raum und geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Als Winterwämer gehört Stegt Fflæsk vor allem in den kalten Monaten zum Speiseplan und wird normalerweise mindestens einmal pro Woche gegessen. Kein Wunder also, dass in Dänemark mit jährlich 70 Kilogramm pro Person das meiste Schweinefleisch der Welt gegessen wird.

Verivorst, Estland

<p>Simon Reddy/Alamy Stock Photo</p>

Simon Reddy/Alamy Stock Photo

Die estnische Blutwurst Verivorst ist ein weiteres typisches Wintergericht und besonders zu Weihnachten beliebt, wenn sie gebraten und mit Kartoffeln und Schweinefleisch auf den Tisch kommt. Ähnlich wie bei der deutschen, britischen oder spanischen Variante, enthält Verivorst Schweineblut, das mit Schweinefleisch, Gerste, Zwiebeln, Piment und Majoran kombiniert wird. Grundsätzlich wird die estnische Blutwurst meist warm mit Kartoffeln, Sauerkraut und Preiselbeermarmelade serviert.

Karelische Piroggen, Finnland

<p>Ryhor Bruyeu/Alamy Stock Photo</p>

Ryhor Bruyeu/Alamy Stock Photo

Finnlands Piroggen-Variante „Karjalanpiirakka“ stammt aus der zwischen Finnland und Russland liegenden Region Karelien. Ihre Wurzeln reichen bis ins Altertum zurück. Heutzutage sind die mit einer Reismischung gefüllten Teigtaschen im kulinarischen Alltag des Landes als Snacks allgegenwärtig. Serviert werden sie mit einer Eierbutter. Karelische Piroggen sind sogar durch das EU-Qualitätssystem geschützt, das heißt sie dürfen nur als „Karjalanpiirakka“ bezeichnet werden, wenn das traditionelle Rezept befolgt wird.

Pot-au-feu, Frankreich

<p>Sergii Koval/Alamy Stock Photo</p>

Sergii Koval/Alamy Stock Photo

Frankreich auf ein einziges Nationalgericht zu reduzieren – geht das? Eigentlich nicht. Wir haben uns hier für den klassischen Pot-au-feu entschieden. Für diesen einfachen Eintopf, der für die traditionelle gallische Küche steht, wird Rindfleisch und Gemüse in einem großen Eisentopf langsam aufgekocht. Die genauen Ursprünge des Gerichts sind nicht bekannt. Es lässt sich aber bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen und möglicherweise sogar bis in die Römerzeit.

Sauerbraten, Deutschland

<p>Sergii Koval/Alamy Stock Photo</p>

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Auch die deutsche Küche ist regional zu unterschiedlich für ein flächendeckend geltendes Nationalgericht. Von daher ist Sauerbraten ein Kompromiss, der die generelle Fleischlastigkeit deutscher Kulinarik verkörpert. Der Rezeptklassiker, für den es verschiedene regionale Varianten gibt, ist meist als „Rheinischer Sauerbraten“ bekannt. Für die Zubereitung wird Rindfleisch – ursprünglich Pferdefleisch – ein paar Tage lang in einer Mischung aus Essig, Rotwein, Wasser, Kräutern und Gewürzen gepökelt. Anschließend wird das Fleisch in einem Topf gebraten und mit einer reichhaltigen Soße serviert, in die im Rheinland häufig Rosinen gehören. Karl der Große soll das Gericht im 9. Jahrhundert zur Verwertung von Fleischresten erfunden haben.

Moussaka, Griechenland

<p>Simon Reddy/Alamy Stock Photo</p>

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Moussaka gilt zwar als typisch griechisch, die Ursprünge des Auflaufs reichen allerdings über die Landesgrenzen hinweg in die Türkei. Für die moderne griechische Version, die in den 1920er-Jahren entstand, werden Auberginen, Kartoffeln, Fleisch, Tomatensoße und Béchamel ähnlich wie bei einer Lasagne geschichtet. Moussaka wird in griechischen Haushalten fast wöchentlich zubereitet – und steht natürlich auf der Speisekarte jedes griechischen Restaurants weltweit.

Gulasch, Ungarn

<p>ScotStock/Alamy Stock Photo</p>

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Obwohl es in ganz Europa meist mit einer Kartoffel-, Knödel- oder Reisbeilage gegessen wird, ist das traditionelle ungarische Gulasch eigentlich eine Suppe, die oft in einem ausgeschnittenen Brotlaib serviert wird. Traditionell wird es aus Rinderhaxe, -keule oder -schulter zubereitet und zusammen mit Gemüse wie Karotten, Paprika und Sellerie gegessen. Die Brühe wird langsam gekocht und großzügig mit Paprika, einer weiteren ungarischen Spezialität, gewürzt.

Irischer Eintopf, Irland

<p>Slawomir Fajer/Shutterstock</p>

Slawomir Fajer/Shutterstock

Der traditionelle irische Eintopf – „Irish stew“ – ist ein wärmendes, herzhaftes Gericht aus Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten, das vor allem im Winter zum Speiseplan gehört. Es wird für mehrere Stunden langsam in einem Topf gekocht, bis das Fleisch zart ist. Moderne Rezeptvarianten verwenden manchmal auch das typisch irische dunkle Stout-Bier, um der Soße einen noch kräftigeren Geschmack zu verleihen.

Ragù alla Bolognese, Italien

<p>Angelika Heine/Alamy Stock Photo</p>

Angelika Heine/Alamy Stock Photo

Die Bolognese-Hackfleischsoße, die meist mit Pasta kombiniert wird, gilt als Italiens kulinarische Ikone. Sie stammt aus Imola, einer kleinen Stadt in der Nähe von Bologna, und soll im 18. Jahrhundert erfunden worden sein. Authentische italienische Versionen verwenden nur wenig Tomatenmark zum Würzen des Hackfleischs, das mit Sofritto – einer Mischung aus fein gewürfeltem Sellerie, Zwiebeln und Karotten – angebraten wird. Knoblauch hat in der Soße eigentlich nichts zu suchen. Besonders wichtig für ein leckeres Ragù alla Bolognese: Es muss langsam vor sich hin kochen, damit sich die Aromen entfalten.

Graue Erbsen und Speck, Lettland

<p>Simon Reddy/Alamy Stock Photo</p>

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Dieses herzhafte Gericht wird in Lettland traditionell zu Weihnachten gegessen. Es ist eines der wenigen authentisch lettischen Rezepte, da es nicht von den verschiedenen Nationen beeinflusst ist, die das Land im Laufe seiner Geschichte beherrscht haben. Die den Kichererbsen ähnlichen grauen Erbsen werden eingeweicht und gekocht und dann mit gebratenen Zwiebeln und gewürfeltem Räucherspeck gedünstet. Da das Gericht sehr sättigend ist, wird es in der Regel für die Feiertage reserviert. Früher gehörte es allerdings zum Alltagsessen von Feldarbeitern.

Cepelinai, Litauen

<p>Simon Reddy/Alamy Stock Photo</p>

Simon Reddy/Alamy Stock Photo

Diese typisch litauischen Kartoffelklöße sind herzhaft und sättigend und damit ein weiteres perfektes Wintergericht. Meistens sind sie mit Hackfleisch gefüllt, aber es gibt auch vegetarische Varianten. Die Klöße werden gekocht und mit saurer Sahne und Speck serviert. Ihr Name beschreibt übrigens ihre Ähnlichkeit mit Luftschiffen, denn das litauische Wort „Cepelinai“ bedeutet Zeppelin.

Fårikål, Norwegen

<p>Simon Reddy/Alamy Stock Photo</p>

Simon Reddy/Alamy Stock Photo

Das norwegische Nationalgericht Fårikål ist so beliebt, dass es sogar einen Nationalfeiertag am letzten Donnerstag im September hat. Der traditionelle Eintopf besteht aus nur vier Zutaten: Hammelfleisch, Kohl, Salz und ganze schwarze Pfefferkörner. In modernen Versionen wird das Hammelfleisch durch Lamm ersetzt, mit Karotten serviert oder Bier in der Soße verwendet. Als Beilage essen die Norwegerinnen und Norweger dünnes Knäckebrot und Preiselbeermarmelade.

Wiener Schnitzel, Österreich

<p>Brent Hofacker/Shutterstock</p>

Brent Hofacker/Shutterstock

Das Wiener Schnitzel wird weltweit in vielen verschiedenen Variationen zubereitet – ganz gleich, ob daheim oder im Restaurant. Das österreichische Original, das traditionell mit Salzkartoffeln oder einem Kartoffelsalat serviert wird, ist allerdings unschlagbar. Für dieses Gericht wird ein Kalbsschnitzel vorsichtig geklopft, bis es hauchdünn ist. Anschließend wird es mit Mehl, verquirlten Eiern und Semmelbröseln paniert. Das Geheimnis eines zart-knusprigen Wiener Schnitzels ist übrigens das Butterschmalz, in dem das Fleisch gebraten wird. Bei Figlmüller in Wien wird das Original angeblich bereits seit 1905 serviert.

Piroggen, Polen

<p>Arkadiusz Fajer/Shutterstock</p>

Arkadiusz Fajer/Shutterstock

Piroggen sind ein Symbol für die polnische Küche, das weltweit seine Anhänger gefunden hat. Die Teigtaschen zeichnen sich vor allem durch ihre Vielseitigkeit aus. Sie können süß oder herzhaft gefüllt und gekocht oder gebraten werden. Zu den beliebtesten Füllungen gehören Fleisch und Zwiebeln, Sauerkraut, Beeren und süßer Quark.

Bacalhau, Portugal

<p>Simon Reddy/Alamy Stock Photo</p>

Simon Reddy/Alamy Stock Photo

Von den leckeren „Pastéis de nata“-Törtchen mal abgesehen verkörpert kein anderes Gericht Portugal so sehr wie Bacalhau, ein Kabeljaugericht aus dem Lissabonner Stadtteil Bairro Alto. Angeblich gibt es 365 verschiedene Zubereitungsarten – eine für jeden Tag des Jahres. Das Grundrezept ist einfach: Der Kabeljau wird über Nacht in Salz getrocknet, zerrupft und dann mit Eiern, gebratenen Zwiebeln, Kartoffeln und Gewürzen serviert.

Sarmale, Rumänien

<p>Fabrizio Troiani/Alamy Stock Photo</p>

Fabrizio Troiani/Alamy Stock Photo

Sarmale sind Kohlrouladen, wie es sie in vielen Ländern der Welt gibt. In Rumänien gelten sie als Nationalgericht, auch wenn unklar ist, wie sie in die rumänische Küche gekommen sind. Der Name Sarmale kommt allerdings von dem türkischen Wort für Rolle („sarmak“). Sarmale werden meist mit eingelegten Kohlblättern zubereitet, was ihnen einen intensiven sauer-salzigen Geschmack verleiht. Gefüllt werden sie mit einer Mischung aus Schweinehackfleisch, Reis, Zwiebeln und Kräutern.

Gibanica, Serbien

<p>nada54/Shutterstock</p>

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Gibanica ist eine Art Käsekuchen, bei dem eine Mischung aus Käse, Milch und Eiern auf einen Filoteig geschichtet wird. Das einfache Gericht ist extrem beliebt, kann praktisch zu jeder Tageszeit serviert werden. Besonders zu Weihnachten und Ostern gehört es in Serbien immer auf den Tisch.

Idrijski žlikrofi, Slowenien

<p>Matyas Rehak/Alamy Stock Photo</p>

Matyas Rehak/Alamy Stock Photo

Das slowenische Nationalgericht Idrijski Žlikrofi ist nach der Stadt Idrija benannt, wo es Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurde. Die kleinen Teigtaschen sind mit Kartoffeln gefüllt und ein so beliebtes Grundnahrungsmittel, dass sie von der slowenischen Regierung unter Schutz gestellt wurden. Als Beilage zu einem landestypischen Eintopf aus Hammel- oder Kaninchenfleisch schmecken sie besonders gut.

Paella, Spanien

<p>Suzy Bennett/Alamy Stock Photo</p>

Suzy Bennett/Alamy Stock Photo

Obwohl es angeblich so viele Paella-Varianten wie Dörfer in Spanien gibt, wird die Paella Valenciana oft als das Originalrezept für das Nationalgericht angesehen. Die Wurzeln des Reisgerichts sind uralt, das heutige Rezept entwickelte sich allerdings im 19. Jahrhundert, als Arbeiter Reis und Meeresfrüchte in einer Pfanne über offenem Feuer kochten. Die ursprüngliche Version wird in der Regel mit Huhn, Kaninchen und sogar Schnecken zubereitet, während die Mischversion auch Meeresfrüchte enthalten kann. Chorizo-Wurst, die von nicht-spanischen Köchen gerne hinzugefügt wird, ist in Spanien übrigens verpönt.

Köttbullar, Schweden

<p>AY Images/Alamy Stock Phot</p>

AY Images/Alamy Stock Phot

Die durch Ikea weltberühmt gewordenen Köttbullar sind eigentlich gar nicht schwedisch. Im 18. Jahrhundert soll König Karl XII. das Rezept von seinen Reisen aus der Türkei mitgebracht haben. Wie dem auch sei: Heute stehen die Fleischbällchen synonym für Schweden. Sie werden traditionell mit einer cremigen Soße, Preiselbeermarmelade und Kartoffelpüree serviert.

Raclette, Schweiz

<p>Stefano Politi Markovina/Alamy Stock Photo</p>

Stefano Politi Markovina/Alamy Stock Photo

Ein Großteil der Schweizer Küche ist auf Après-Ski-Rituale zurückzuführen: Nach einem Tag auf der Piste gibt es schließlich nichts Besseres als ein schön warmes Getränk oder ein herzhaftes Essen. Das aus dem Kanton Wallis stammende Raclette ist ein Beispiel dafür – Käsefondue und Rösti hätten an dieser Stelle aber genauso gut als Nationalgericht genannt werden können. Für ein traditionelles Raclette wird ein halber Käselaib auf einer Seite erhitzt, bis er in geschmolzenem Zustand über einen Teller mit Kartoffeln, Gürkchen und eingelegten Zwiebeln geschabt werden kann. Für den Hausgebrauch tun es aber auch die fertigen Raclette-Käsescheiben, die in den typischen kleinen Pfännchen erhitzt werden.

Adana Kebap, Türkei

<p>Haluk Cigsar/Alamy Stock Photo</p>

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Adana Kebap ist nur eine von mehr als 100 türkischen Kebap-Varianten. Diese Version stammt aus der Adana-Region und gilt als der berühmteste Kebap des Landes. Das Rezept ist einfach: Gehacktes Lammfleisch wird zu einer Wurst geformt, auf einen breiten Eisenspieß gesteckt und über offenem Feuer gegrillt. Adana Kebap wird typischerweise mit Fladenbrot und Gemüse sowie dem Joghurtgetränk Ayran gegessen.

Chicken Tikka Masala, Großbritannien

<p>travellight/Shutterstock</p>

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Chicken Tikka Masala wurde 2001 von dem damaligen Außenminister Robin Cook zum britischen Nationalgericht erklärt. Das mag auf den ersten Blick erstaunen, macht allerdings durchaus Sinn, denn es verkörpert die vielen kulturellen Einflüsse, die bei der heutigen Kulinarik des Landes eine Rolle spielen. Das herzhafte Curry-Gericht kombiniert Chicken Tikka (ein typisch indisches, im Ofen gegartes Hähnchenfleisch) mit einer Soße, die aus einer britischen Lieblingskonserve, der Tomatensuppe, hergestellt wird. Angeblich soll es ein Koch in den 1970er-Jahren in einem indischen Restaurant in Glasgow erfunden haben, von wo aus es seinen Siegeszug über die britischen Inseln antrat.

Borschtsch, Ukraine

<p>Tatiana Volgutova/Alamy Stock Photo</p>

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Die Rote-Bete-Suppe Borschtsch ist in ganz Osteuropa beliebt und wird sowohl zu Hause gekocht als auch in Restaurants serviert. Zu den Zutaten gehören in der Regel Rote Bete, Kohl, Karotten, Zwiebeln und Kartoffeln, die langsam zu einer herzhaften Suppe gekocht werden. Sie wird mit einem Esslöffel saurer Sahne garniert und oft mit kleinen Knoblauchbrötchen namens Pampushky gegessen.